Das Wildkaninchen

Kaninchen sind nicht mit Hasen zu verwechseln, sie gehören zwar der Familie der Hasenartigen an, unterscheiden sich jedoch von den Feldhasen. Es gibt einige Merkmale, an denen zu erkennen ist, ob es sich um einen Hasen oder ein Kaninchen handelt.

Hasen graben sich im Feld kleine Kuhlen (Sassen), während Kaninchen in Erdbauten leben. Hasen gehören zu den Einzelgängern, Kaninchen leben in größeren Gruppen. Hasen haben stärkere Hinterläufe und längere Löffel. Hasen kommen mit Fell und geöffneten Augen als Nestflüchter zur Welt, während Kaninchen blind und nackt zu den Nesthockern gehören. Kaninchen flüchten sich bei Gefahr in ihren Bau, Hasen ducken sich in ihre Kuhle und springen oftmals erst im letzten Augenblick davon.

Wissenswertes über Wildkaninchen

Wildkaninchen sind gesellige Tiere, sie leben in größeren Gruppen. Am Tag halten sie sich meist im Bau auf, sie gehören zu den dämmerungsaktiven Tieren. Der Bau kann bis zu drei Meter in die Erde reichen und es gibt durchaus Kaninchen-Baue, die 45 und mehr Meter lang sind. Bei Gefahr trommeln sie mit ihren Hinterbeinen auf die Erde, begleitet durch laute Pfiffe. Auf diese Art warnen sie die Jungen im Bau.

Wildkaninchen sind reine Pflanzenfresser: Gräser und Kräuter gehören zu ihren Hauptnahrungsmitteln. Sie können sich sehr zum Ärger der Menschen aber auch an Feldfrüchten und Sträuchern vergreifen. Bei großen Kaninchenvorkommen kann es zu ernsthaften Wildschäden kommen, daher wird versucht, den Bestand der Wildkaninchen durch Bejagung klein zu halten.

Das Alter

Ein Kaninchen kann bis zu neun Jahre alt werden. Es sind aber nur wenige, die dieses Alter erreichen. Viele Kaninchen fallen bereits im ersten Lebensjahr, wildernden Hunden und Katzen zum Opfer. Greifvögel, Füchse, Eulen, Wiesel und Marder gehören zu den natürlichen Feinden der Wildkaninchen.