Im Wald kommt der Jagdhund auf unterschiedliche Art und Weise zum Tragen. Ohne einen vernünftigen Einsatz von Hunden ist eine Jagd im Wald eigentlich kaum möglich. Der Hund sucht bei der Waldarbeit in Gebüschen Hecken, Forstkulturen, aber auch auf Kartoffeläckern nach Wild.
Suchaktionen
Beim Stöbern durchsucht der Hund Dickicht und Unterholz und jagt es anschließend, spurlaut dem Jäger vors Gewehr. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder der Hund sucht selbständig, also außerhalb der Kontrolle des Jägers, oder der Jäger durchsucht mit dem Hund an der Leine das Gebiet und schickt die Hunde gezielt in die Einstände.
Die Entscheidung, welche Rasse bei der Stöberjagd zum Einsatz kommt, ist abhängig von der Art des zu jagenden Wildes. Die Jagd auf Schwarzwild erfordert laute und mutige Hunde. Bei der Jagd auf Rehwild kommt es auf spurlaute und fährtensichere Hunde an.
Der Wald – Einsatzgebiet für Stöberhund und Vorstehhund
Für Bewegungsjagden werden meist stöbernde Hunde eingesetzt. Zu den Bewegungsjagden zählen die Treibjagd und die Beunruhigungsjagd. Die Treibjagd zielt darauf ab, das Wild mithilfe von Hunden und eventuell Treibern hochflüchtig zu machen. Die Beunruhigungsjagd bringt das Wild lediglich in Bewegung; das bedeutet, das Wild wird veranlasst, seine Deckung zu verlassen.
Beim so genannten Buschieren durchsucht der Hund ebenfalls Unterholz und Gebüsch, jedoch im Unterschied zum Stöbern nicht spurlaut. Der Hund arbeitet auch unter Kontrolle des Jägers, also „unter der Flinte“. Beim Buschieren kommen Vorstehhunde zum Einsatz. Sie verharren und zeigen meist mit der Nase in die Richtung des Wildes.
Wie der Name bereits vermuten lässt, kommen beim Brackieren Bracken zum Zug. Die Bracken verfolgen die Spur des Hasen oder Fuchses mit tiefer Nase. Sie scheuchen es auf und jagen es so lange, bis es wieder zum Bau zurückkehrt. Am Bau wartet bereits der Jäger schussbereit.