Schweißhunde sind Spezialisten im Auffinden von verletztem, blutendem Wild. Ein Schweißhund braucht eine gute Nase, Ruhe und ein festes Wesen. Es ist immer wieder verblüffend, wenn Schweißhunde selbst nach einem Tag und sogar bei Regen noch zielsicher das Wild nach mehreren Stunden intensiver Suche, finden und stellen.
Gute Schweißhunde sind selten und ausgesprochen teuer, sie werden unentwegt trainiert. Schweißhunde sind so etwas wie eine Untergruppierung der Laufhunde, die in früheren Parforce-Jagden eingesetzt wurden. In Deutschland sind Parforce-Jagden verboten. Laufhunde werden hier in sogenannten Schleppjagden, die Hunde folgen einer künstlichen Fährte, eingesetzt.
Schweißhunderassen
Hannoverscher Schweißhund
Der mittelgroße, kraftvolle Hannoversche Schweißhund ist von ruhiger und ausgeglichener Wesensart. Seine Fähigkeit zur hohen Konzentration zeichnet ihn für die Nachsuche aus. Der Hannoversche Schweißhund lässt sich bis in die Keltenzeit zurückverfolgen. Er ist nahezu unverändert aus den Keltenbracken hervorgegangen. Im 18. Jahrhundert wurde die Rasse am Hannoverschen Jägerhof weiterentwickelt. Haupteinsatzgebiet des Hannoverschen Schweißhundes ist die Nachsuche von angeschossenem oder im Straßenverkehr verletztem Wild.
Der Bayerische Gebirgsschweißhund
Der ruhige, auf seinen Halter fixierte Bayerische Gebirgsschweißhund ist gut zu lenken. Sensibel wie er ist, sollte er konsequent, aber keinesfalls mit Härte erzogen werden. Ein starker Durchhaltewillen und große Lautfreudigkeit zeichnen ihn aus. Der Bayerische Gebirgsschweißhund ging aus einer Kreuzung zwischen Hannoveraner Schweißhund mit einer leichten roten Gebirgsbracke hervor. Durch seine Trittsicherheit und Wendigkeit eignet er sich besonders für den Einsatz im Gebirge.
Die Alpenländische Dachsbracke
Die Alpenländische Dachsbracke wird meist zur Nachsuche auf Schalenwild eingesetzt. Sie wurde aus der Keltenbracke durch Selektion gezüchtet und stammt ursprünglich aus den Alpen und dem Erzgebirge. Ihre feine Nase und die Fährtentreue sind Grundvorrausetzung für den Einsatz als Schweißhund. Typisch für die Alpenländische Dachsbracke ist die Arbeit mit der tiefen Nase.