Die Rehjagd

Die Jagd auf Rehe ist in allen europäischen Ländern gebräuchlich. Männliche Rehe werden in der Sprache der Jäger als Böcke bezeichnet, die weiblichen heißen Ricken. Bei den Jungtieren spricht man von Rickenkitz beziehungsweise Bockkitz. Einjährige weibliche Rehe, die noch kein Kitz geboren haben, sind Schmalrehe, das männliche einjährige Reh ist ein Jährling. Das weiße Mal am Hinterteil des Rehs, nennt man Spiegel.

Das Geweih der Rehe, wird Gehörn genannt. Das Gehörn wird alljährlich in der Zeit zwischen Oktober und November abgeworfen. Es beginnt jedoch sofort neu zu wachsen, geschützt und ernährt von der sogenannten Basthaut. Die Basthaut wird nach Abschluss der Geweihneubildung vom Bock an Bäumen abgerieben.

Eingruppierung

Das Reh wird laut Jagdrecht dem Schalenwild zugeteilt. Zum Schalenwild zählen Paarhufer, Geweihträger, Hornträger und das Schwarzwild. Rehe haben heutzutage wenig natürlich Fressfeinde. Wolf, Luchs und Bär sind in allen europäischen Ländern nahezu ausgerottet, dadurch stieg die Rehpopulation in den letzten 30 Jahren erheblich an. Rehe sind aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise sehr schwer zu zählen, man verlässt sich bei der Bestimmung des Rehbestandes auf eine Schätzung der relativen Bestandsdichte. Diese wird auf so genannten Weiserflächen anhand der Verbisstätigkeit ermittelt.

Der Abschussplan

Die Jagd orientiert sich am Rehbestand. Auf Grundlage des sich für den Waldbestand ungünstig auswirkenden Zuwachses eines Rehbestandes wird ein dreijähriger Abschussplan festgelegt. Der Bejagungsplan wird gemeinsam von Grundeigentümern, Sachverständigen und Jägern entwickelt und überwacht. Treibjagden eignen sich nicht für die Jagd auf Rehe, das Fluchtverhalten der Tiere ist für diese Form der Jagd ungeeignet. Im Normalfall wird das Reh in Ansitzjagd und auf der Pirsch erlegt.