Der Hundeführerlehrgang – Ausbildung für Hund und Halter

Die gute Ausbildung eines Jagdhundes ist Grundvorrausetzung für eine erfolgreiche und tierschutzgerechte Ausübung der Jagd. Nur ein vernünftig abgerichteter Hund mit guten Erbanlagen und verlässlichem Grundgehorsam ist ein brauchbarer Begleiter und eine Freude für die ganze Familie. Im besten Falle beginnt man mit der Ausbildung schon vor Anschaffung des Hundes, um von vornherein Fehler bei der Erziehung des Hundes zu vermeiden. Denn einmal gemachte Fehler bei der Haltung sind nur schwer wieder auszumerzen.

Eine vernünftige Vorplanung über die Rasse, wann mit der Abrichtung eines Hundes begonnen werden, wie der Hund später eingesetzt werden soll und über die Haltungsbedingungen hilft, späteren Ärger zu vermeiden.

Ausbildungsinhalt

Ein Hundeführerlehrgang soll den Hundeführer und den Hund zu einer festen Gemeinschaft zusammenwachsen lassen. Der junge Hund soll lernen, als Begleiter seines Halters, aber auch in einer Gruppe zuverlässig zum Erfolg der Jagd beizutragen. Der gut eintrainierte Grundgehorsam ist nötig, um Unfälle oder gar Verletzungen zu vermeiden.

Ein guter Hundeführerlehrgang sollte folgende Grundtechniken vermitteln:

Sitz mit Umkreisen. – Der Hund macht Sitz auf ein Sichtzeichen oder auf ein Kommando. Der Hund bleibt sitzen, auch wenn um ihn im Kreis gelaufen wird. Er verlässt diese Position erst, wenn er abgerufen wird.

Down auf Trillerpfiff mit Arm anheben. – Auf das Kommando Down begleitet mit einem Pfiff der Trillerpfeife legt sich der Hund blitzschnell ab und verlässt diese Position erst, wenn er abgerufen wird.

Apportieren aus dem Stand und das Heranbringen von Beute über Hindernisse und auf Entfernung.

Was bei der Abrichtung eines Jagdhunds natürlich auf keinen Fall fehlen darf, ist außerdem das Training der Schussfestigkeit.

Die Brauchbarkeitsprüfung

Im Anschluss an einen Hundeführerlehrgang bietet es sich an, diesen mit einer Brauchbarkeitsprüfung abzuschließen. Die Prüfungsverordnung BPO lässt seit dem Jahr 2000 nur noch eingetragene Jagdhunde zu. Vor Anmeldung zur Begleithundeprüfung sollten sie sich erkundigen, ob Ihr Hund eine Ahnentafel hat, die vom Jagdgebrauchshundeverband anerkannt ist. Des Weiteren können nur Hunde teilnehmen, deren Besitzer einen Jagdschein haben. Zur Anmeldung benötigen Sie einen gültigen Impfausweis und eine Kopie der Ahnentafel.