Die Hetz- und Meutejagd ist eine seit dem Mittelalter gebräuchliche Form der Jagd. Diese ist heute allerdings in den meisten europäischen Ländern verboten. Zum Einsatz kamen Laufhunde, es wurden Hirsche, Füchse Hasen und Wölfe gejagt. Ausgenommen bei der Jagd auf Wildschweine, hier fanden die sogenannten Finder und Saupacker Verwendung. Am Ende einer Hetzjagd wurde das Wild von der Meute zerrissen.
Im 17. Jahrhundert kamen die Parforcejagden in Mode, eine Abwandlung der Hetzjagd. Im Unterschied zur Hetzjagd wird das Wild am Ende nicht der Meute zum Reißen freigegeben, sondern von Pikören (Jägern) erlegt. Daher handelt es sich bei der Parforcejagd um keine Hetzjagd im eigentlichen Sinn.
Verbot von Hundemeuten in England
Die Hetzjagd ist in den meisten europäischen Ländern verboten. Es gibt einige Länder mit einer starken Jagdtradition, in denen Hetzjagden noch abgehalten werden. Dazu gehören Frankreich und England. Erst im Jahre 2005 kam es in England per Gesetz zu einer Einschränkung. Es ist nicht verboten, eine Hetzjagd zu veranstalten, diese darf jedoch nicht mit der Absicht, das Tier zu töten, stattfinden. Hundemeuten dürfen nicht mehr eingesetzt werden. Die Jagd ist lediglich mit zwei Hunden erlaubt.
Die Jagd auf künstlicher Fährte
Eine unblutige Alternative zur Hetz- und Meutejagd ist die Schleppjagd. Hier wird vom Schleppenleger eine künstliche Fährte gelegt. Der Name Schleppjagd beruht auf der früher gebräuchlichen Art der Fährtenlegung. Der Schleppenleger hat dabei einen Schwamm, präpariert mit einem Duftstoff, auf seinem Ritt hinter sich hergezogen. Heute verwendet man flüssige Duftstoffe, die auf die Strecke getropft werden.
Die Kunst bei einer Schleppjagd liegt darin, die Fährte möglichst so zu legen, dass sie das Fluchtverhalten des Wildes treffend simuliert. Der Schleppenleger reitet eine zuvor bestimmte Jagdstrecke ab. In dieser Zeit hält der Hundeführer die Hunde zusammen. Die Hunde dürfen der Schleppe erst folgen, wenn diese fertig gelegt ist. Auf ein Signal stürmen die Hunde los. Die Jäger müssen auf ein weiteres Signal warten, erst dann dürfen sie den Hunden folgen. Jäger und Hunde halten einen Sicherheitsabstand ein, um jede Verletzungsgefahr zu vermeiden.