Der Hase ist ein anpassungsfähiges, aber scheues Tier. Er lebt meist als Einzelgänger und ist eher in der Dämmerung und in der Nacht aktiv. Seine Nahrung ist rein pflanzlich. Hasen haben hervorragende Sinne, sie wittern buchstäblich die Gefahr. Ebenfalls hervorragend ist der Gehör- und Geruchssinn. Das Sehen ist ausgezeichnet. Hasen sind wahre Meister der Tarnung. Bei Gefahr warten sie mit der Flucht meist bis zum letzten Moment: Sie sind, dank ihrer langen Hinterläufe, schnell, schlagen Haken und springen sehr hoch. Hasen können eine Geschwindigkeit von bis zu 70 km in der Stunde erreichen.
Der Lebensraum der Hasen ist stark beeinträchtigt. Zum einen verfügt er schon über genügend Fressfeinde, wie etwa den Fuchs, den Habicht, Katzen, Bussarde und Krähen, zum anderen setzen ihm der Straßenverkehr und der landwirtschaftliche Betrieb zu. Vor allem zur Erntezeit kommen viele Hasen um oder werden durch die Erntemaschinen schwer verstümmelt und verletzt.
Die Hasenjagd
Die Jagd auf Feldhasen wird in den meisten Fällen mit Stöberhunden ausgeführt. Bei der Hasenjagd werden hohe Ansprüche an Jäger und Hund gestellt. Hier spielt das Wetter eine Rolle, die Qualität des Hundes, die genaue Kenntnis der Lebensweise der im Revier ansässigen Hasen und nicht zuletzt eine sichere Hand beim Schuss. Die letzte Jagd auf Hasen im Januar vor ihrer Paarungszeit wird Hasensilvester genannt und von Jägern gern gefeiert.
Der Hase in der Jägersprache
In der Jägersprache finden sich einige schön klingende Begriffe für den Hasen. Seine Ohren heißen beispielsweise Löffel, die Augen werden Seher genannt. Das Fell ist der Balg und das Maul der Äser. Die Pfoten sind die Läufe und der Schwanz die Blume.