Die Feldarbeit

Die Feldarbeit ist in erster Linie für Vorsteh- und Apportierhunde ein Einsatzgebiet. Bei der Jagd auf Niederwild – wie beispielsweise Fasanen, Hasen oder Rebhühner – läuft der Vorstehhund die Fläche (Äcker und weite Stoppelflächen) in großer Runde ab, er darf nie den Kontakt zu seinem Halter verlieren. Bei Witterung verharrt er in typischer Vorstehhaltung und zeigt dem Jäger das Wild an.

Die Setter beherrschen die besondere Variante des Vorsitzens, das heißt, sie bleiben sitzen. Daher leitet sich auch ihr Name vom Englischen „set“ für sitzen ab. Sobald der Jäger schussbereit ist, scheucht der Hund das Wild aus der Deckung auf (er steht durch) und wartet im Liegen ab. Für Hunde mit starkem Jagdtrieb ist die Feldarbeit nicht geeignet. Der Hund darf auf keinem Fall dem Wild hinterherjagen.

Apportierhunde – unermüdliche Arbeiter mit „weichem Maul“

Nach dem Schuss kommt das Apportieren. Die Beute vorsichtig mit dem Maul aufzunehmen, ohne sie zu verletzen – das ist die Aufgabe eines Apportierhundes. Spezialisten sind hier die Retriever. Ein Apportierhund darf keine Mühen scheuen. Unabhängig vom Schwierigkeitsgrad des Geländes muss er alles daran setzen, das erlegte Wild zu seinem Halter zurückzubringen.

Bei Angeschossenem oder verletztem Wild benötigt es einen gut abgerichteten Schweißhund. Hier ist der Einsatz eines Hundes vorgeschrieben. Jäger sind heute in erster Linie Tierheger, da ist es keine Frage, dass die Tierschutzbestimmungen auch eingehalten werden.

Spezialist oder Allrounder

Für sämtliche Einzelaufgaben im Bereich der Feldarbeit gibt es speziell ausgebildete Hunde, aber auch Alleskönner. Robuste, fähige, vielseitig verwendbare „Feldarbeiter“ sind die Münsterländer, Weimaraner, Pudelpointer, Deutsch Lang-, Draht-, Stichel- und Kurzhaar. Zu den Spezialisten zählen die Golden Retriever, Labrador Retriever, Cocker, Setter, Wachtelhunde und Schweißhunde.